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Gesprächsrunde mit ExpertInnen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft

Aufregende Zeiten. Aufständische Zeiten. Von den arabischen Revolutionen bis zu den Wahlen in der Türkei: die Menschen bewegen sich für ihre Interessen, ducken sich nicht mehr vor aller Macht und Gewalt und wollen die ihnen zustehenden Rechte in Anspruch nehmen.

Ein Aufbruch, der auch eine neue Sichtweise auf die Region und die Ressourcen ihrer Zivilgesellschaft erfordert. Doch wie sich die Region neu gestalten wird ist noch nicht entschieden. Auch nicht in der Türkei.

Die Türkei steht ebenso vor einer Zeitenwende wie der arabische Raum. Die Forderungen nach einer neuen, demokratisch und pluralistisch ausgerichteten Verfassungsordnung, einer umfassenden Aufklärung der vergangenen und gegenwärtigen Menschenrechtsverletzungen und nach einer Lösung in den grundlegenden gesellschaftlichen Fragen wie z.B. dem türkischkurdischen Konflikt und den Minderheitenfragen werden immer drängender. Erhoben werden diese von unterschiedlichsten zivilgesellschaftlichen Kräften.

Einige Schritte hat die regierende AKP mehr oder weniger halbherzig unternommen. Den wirklichen Umschwung wehrt sie ab. Erst müsse ein Wahlerfolg im Juni 2011 ihre Regierung mit neuer Schlagkraft versorgen, verteidigt sich Premierminister Erdogan.

Ob allerdings die Zivilgesellschaft nach den Wahlen automatisch mehr Raum erhält? Ob der Weg für eine demokratische Lösung des türkisch-kurdischen Konflikts geebnet werden kann? Ob politische, kulturelle und soziale Rechte im vollen Umfang tatsächlich Anwendung finden? Ohne dass die Menschen, die sich für ihre Interessen bewegen Raum und Gehör finden, sicherlich nicht!

27. Mai 2011, 19.00 Uhr
Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstraße 29-33, 50676 Köln

Im Gespräch mit:
Meral Danış Beştaş, stellv. Sprecherin der BDP (Partei für Frieden und Demokratie), Diyarbakir
Dr. Ulrike Dufner, Heinrich Böll Stiftung, Istanbul
Prof. Dr. Mithat Sancar, Verfassungsrechtler, Ankara

Moderation: Berivan Aymaz & Albrecht Kieser

Veranstalter:
- european kurdish culture bridge
- recherche international
- BAGIV

Mit freundlicher Unterstützung von:
- Stadt Köln, Amt für Weiterbildung - Volkshochschule
- Heinrich Böll Stiftung Nordrhein-Westfalen
- Nikolaus-Gülich-Fonds

AnsprechpartnerInnen:
Berivan Aymaz & Albrecht Kieser
Merowingerstraße 5-7, 50677 Köln
Tel. 0221 - 31 70 91, Fax. 0221 - 331 87 52,
eMail: Albrecht.Kieser@rjb-koeln.de

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